Fünf Schritte zurück zum

1. Informationen

Informiere dich sofort nach Entziehung oder Beschlagnahme der Fahrerlaubnis, ob eine MPU notwendig wird.

2. Antrag

Beantrage die Neuerteilung der Fahrerlaubnis bei der Führerscheinstelle deines zuständigen Straßenverkehrsamtes.

3. Termin

Die Führerscheinstelle sendet die Akte an die von dir gewünschte Begutachtungsstelle.

4. Begutachtung

Die medizinisch-psychologische Begutachtung wird von einem Verkehrspsychologen deiner Wahl durchgeführt.

5. Vorlage

Setze dich mit der Führerscheinstelle in Verbindung und erhalten im Falle eines positiven Gutachtens deinen Führerschein zurück.

>>> Alle Informationen hier sind <<<

MPU Vorbereitung
MPU Vorbereitung

MPU - Vorbereitung

Für einen Autofahrer ist die Vorstellung, den Führerschein zu verlieren, eine große emotionale Stresssituation.

Neben dem Wunsch nach Mobilität hat der Entzug der Fahrerlaubnis vielfach auch weitreichende persönliche Folgen bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes.

Nur wenige Informationen zum Bestehen der MPU sickern an die Öffentlichkeit. Frustriert und meist unvorbereitet, wird die MPU für viele zu einer wahren Geduldsprobe, doch das muss nicht sein.

Wir zeigen dir wie es einfacher geht. Du startest optimal vorbereitet und ausgerüstet in die MPU. Damit du einen erfolgreichen Start hinlegen und schon bald wieder den Führerschein in den Händen halten darfst, findest du hier viele nützliche Tipps und eine Sammlung an MPU Fragen die dir garantiert weiterhelfen!

Ganz ohne Verpflichtung kannst du dir hier Fragen einfach downloaden und startest anschließend mit der Vorbereitung zu deiner MPU.

1

Nutzer / Monat

Teilnehmer Alkohol MPU
Teilnehmer Punkte MPU
Teilnehmer Drogen MPU
Teilnehmer Straftaten MPU

Das musst du zur MPU wissen!!!

Die MPU, auch gerne mal Idiotentest genannt!

Ich möchte dich zur Einführung über ein paar Mysterien aufklären und dir Tipps geben was du unbedingt beachten solltet und wie du dich für die MPU vorbereiten kannst.

Das wichtigste vorneweg! Die Situation die ich jetzt beschreibe ist der Work Case. Dazu muss es nicht kommen, wenn du dich an die Regeln hälst. Wenn es aber doch dazu kommt, dann setzt dich damit auseinander. Nur so wird es möglich, den Führerschein zurückzubekommen.

So das war eine kleine Ermahnungs Rede vorneweg. Jetzt geht aber wirklich los…

MPU Infos

MPU ist eine Kurzform und heiß ausgesprochen Medizinisch Phsychologische Untersuchung. Dieser musst du dich unterziehen, wenn dir der Führerschein zum Beispiel wegen Alkohol am Steuer entzogen wurde und du ihn wieder haben willst. Wurdest du beispielsweise mit 1,6 Promille oder mehr am Steuer erwischt, ist dein Lappen erstmal weg.

MPU Sperrzeit

Erst nach Ablauf der sogenannten Sperrzeit kannst du die Fahrerlaubnis bei der Führerscheinstelle wieder beantragen. Wichtig…, kläre so bald wie möglich ob du eine MPU machen musst. Sonst verlierst du zu viel Zeit für die Vorbereitung. Das gillt vor allem bei Alkohol und Drogen – Verfahren und glaub mir dazu brauchst du die Zeit.

Musst du zu MPU, dann nix wie ran an die MPU Vorbereitung. Kostenlose informations Abende sind da zum Beispiel eine Möglichkeit. Sinnvoll ist auch ein Gespräch beim Verkehrspsychologen, dass kostet allerdings. Wer dafür kein Geld hat, kann zu günstigeren Gruppen Sitzungen gehen. Wichtig ist eigentlich nur, du zeigst einen Willen und machts irgendwas davon.

MPU Vorbereitung - Gruppenkurse

Vorbereitung und Nachweise sind die Voraussetzung für eine positive MPU

Der Psychologe spricht mit dir über den Vorfall und gib seine erste Einschätzung ob für dich zum bestehende der MPU das sogenannte konfrontierte trinken ausreicht, oder ob du einen Abstinenz Nachweis vorlegen musst. All diese Vorbereitungs Maßnahmen und Nachweise sind Voraussetzung für eine positive MPU. Nur so kannst du überzeugend erklären und nachweisen, dass du deinen Führerschein zurück bekommen solltest. Nur zu sagen ich habe mich gebessert, reicht einfach nicht. Also bitte unterschätze das Prozedere auf gar keinen Fall.

Aber wie bekommst du jetzt deinen Führerschein zurück? Kurz vor Ablauf der Sperrzeit stellst du bei der zuständigen Führerscheinstelle einen Antrag auf wieder Erteilung der Fahrerlaubnis. Musst du zur MPU, dann verlangt die Führerscheinstelle innerhalb einer bestimmten Frisst das Positive MPU Gutachten von dir. Nur so bekommst du deinen Führerschein wieder. Die MPU Stelle dafür kannst du dir glücklicherweise selbst aussuchen.

In nur 5 Schritten zurück zum Führerschein!!!

MPU Vorbereitung

Informationen, Anträge, Termine, Begutachtungen, Vorlage bei der Behörde

MPU Vorbereitung - Alkohol

Was erwartet mich eigentlich bei der MPU?

Die MPU dauert mehrere Stunden und besteht aus 3 Teilen.

– Dem medizinische Check
– Einem Leistungstest
– Psychologischen Untersuchungsgespräch

In der ärztlichen Untersuchung wird geprüft ob es Hinweise auf ein Alkohol, Drogen oder Medikamenten Missbrauch gibt.

Beim Leistungstest werden die Sinneswahrnehmungen, Reaktionsschnelligkeit und Genauigkeit, sowie die Belastbarkeit des Probanden überprüft.

Der letzte Schritt ist das Untersuchunggespräch und das ist für die meisten der Knackpunkt. Hier musst du dich selbst kritisch mit den Vorfällen der Vergangenheit auseinandersetzen und beweisen, dass du verstanden hast was passiert ist. Außerdem will der Gutachter wissen was sich zum Beispiel seit der Alkohol oder Drogenfahrt verändert hat und wie du sicher stellst, dass es in Zukunft nicht mehr dazu kommt.

Und genau für dieses Gespräch ist es wichtig, dass du dich schon vor der MPU mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt und die Sperrzeit sinnvoll zur Vorbereitung genutzt hast.

 

Nach einer positiven MPU

Wichtig wenn du die MPU Prüfung gemacht hast! Lass dir das MPU Gutachten ausschließlich nach Hause zustellen. Da das weitere Vorgehen, vom jeweiligen Ergebnis abhängig ist.

Ist das MPU Gutachten positiv, dann wird dir der Führerschein wieder erteilt.

Ist das Gutachten dagegen negativ, dann sollte es nicht an die Führerscheinstelle weitergegeben werden!

In diesem Fall nimmst du besser den Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis zurück. Du kannst den Antrag aber jederzeit wieder neu stellen und die MPU noch einmal machen. Das ist dann kein Problem!

Du solltest dir das Gutachten ausschließlich selbst zustellen lassen, da das weitere Vorgehen vom jeweiligen Ergebnis abhängig ist. Ist das Gutachten positiv, so ist dein Ziel erreicht:

Das Gutachten wird jetzt der Führerscheinstelle vorgelegt und du bekommst den  Führerschein wiedererteilt bzw. nicht entzogen.

Das Begutachtungsergebnis kann aber auch „bedingt geeignet“ lauten. Wenn in einem Gutachten eine Nachschulungsempfehlung ausgesprochen wurde, bedeutet dies, dass noch persönliche Defizite in Bezug auf die Fahreignung bestehen. Kurse zur Wiederherstellung der Fahreignung können diese ausräumen.

In derartigen Fällen macht die Fahrerlaubnisbehörde die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis von der Teilnahme an einer entsprechenden Nachschulung abhängig. Die Begutachtungsstelle oder ein Verkehrspsychologe helfen bei der Wahl des passenden Kurses.

Sollte die MPU negativ bewertet worden sein, sollte das Gutachten nicht an die Führerscheinstelle weitergegeben werden. Der Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis sollte zurückgenommen werden, um einen Ablehnungsbescheid und den damit verbundenen Eintrag im Fahreignungsregister zu vermeiden. Der Antrag kann aber jederzeit wieder neu gestellt werden. Dies sollte sinnvoller Weise aber erst dann passieren, wenn die im Gutachten aufgezeigten Defizite ausgeräumt sind.

Bist du noch im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis und droht eine Entziehung wegen Eignungszweifeln durch die Fahrerlaubnisbehörde, ist es ebenfalls ratsam ein negatives Gutachten nicht vorzulegen. Zwar schließt dann die Behörde auf die Nichteignung des Fahrerlaubnisinhabers und entzieht die Fahrerlaubnis, du kannst jedoch später den Antrag auf Wiedererteilung jederzeit erneut stellen und den erforderlichen Eignungsnachweis durch ein neues positives Gutachten erbringen.

Bei Unklarheiten hinsichtlich des Inhaltes des Gutachtens kann direkt Kontakt mit der Begutachtungsstelle oder einem Verkehrspsychologen des Vertrauens aufgenommen werden. So wird der Inhalt des Gutachtens nochmals erläutert und man erhält Klarheit darüber, wie man durch eine Änderung des Verhaltens die Fahreignung zukünftig sicher stellen kann.

Bei einem negativen oder bedingt geeigneten MPU-Ausgang stellt sich oft die Frage nach einer rechtlichen Überprüfung des Gutachtens. Das Gutachten selbst kann nicht unmittelbar der richterlichen Überprüfung zugeführt werden. Vielmehr wird das Gutachten erst nach der Entziehung der Fahrerlaubnis oder Ablehnung des Wiedererteilungsantrags im Rahmen des Verwaltungsverfahrens geprüft. Einzelne Wertungen des Gutachters sind – soweit sie nicht wissenschaftlichen Grundsätzen widersprechen – zu akzeptieren.

Da die Erfolgsaussichten oft gering sind und sich das Verwaltungsverfahren lange hinziehen kann, macht die fundierte Vorbereitung auf eine MPU regelmäßig mehr Sinn. Wenn rechtliche Schritte angestrebt werden, ist die anwaltliche Beratung sinnvoll.
Wiederspruch gegen MPU Gutachten einlegen!

MPU Vorbereitung - Buch

Die richtige MPU Vorbereitung treffen!

Um die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) ranken sich viele Gerüchte und Halbwahrheiten. Wer sich indes gut vorbereitet und mit der individuellen Situation gründlich auseinander gesetzt hat, wird den Gutachter davon überzeugen, dass keine Eignungsmängel (mehr) bestehen. Die im Folgenden dargestellten Informationen stellen die Fakten dar und geben eine erste Orientierung. Du kannst eine qualifizierte Vorbereitung auf die Untersuchung und umfassende Beratung nicht ersetzen. Bei der Vorbereitung geht es nicht um das Auswendiglernen von Antworten, sondern um das Aufarbeiten der persönlichen Geschichte. Die Wiederherstellung der Fahreignung ist nicht nur im eigenen Interesse, sondern auch im Interesse der Verkehrssicherheit wichtig. Eine grundlegende Einstellungs- und Verhaltensänderung reduziert die Rückfallgefahr in erheblichem Maße.

Rechtzeitige MPU Vorbereitung

Meist steht schon mit der Tatbegehung, spätestens aber mit der Verurteilung fest, dass eine MPU zu absolvieren ist, um die Fahrerlaubnis zu erhalten. Deshalb sollte man keine Zeit verlieren und sich so früh wie möglich mit der Thematik beschäftigen. Je früher man sich mit der MPU Vorbereitung befasst, umso besser sind die Erfolgschancen! Wer zu lange wartet und erst kurz vor einem Untersuchungstermin Hilfe annimmt, kann in den allermeisten Fällen die verlangte nachhaltige Verhaltensänderung nicht belegen. Er wird deshalb – trotz bester Vorsätze – nicht bestehen. Wichtig ist daher, sich frühzeitig und seriös beraten zu lassen.

Alkohol, Drogen & Punkte

Jeder, der die Ahndung einer Trunkenheitsfahrt befürchtet, sollte immer sofort klären, ob in seinem Fall eine spätere MPU -Anordnung droht. Wer betrunken ein Fahrzeug führt (auch Fahrrad) muss bei einer Blutalkoholkonzentration (BAK) von 1,6 ‰ immer zur MPU. Beim Fahren von Kraftfahrzeugen unter der Wirkung von Alkohol sollte nach Einleitung eines Strafverfahrens (sicher ab 1,1 ‰) zur eigenen Sicherheit das Thema aktiv geklärt werden. Das gilt auch bei einer Ordnungswidrigkeit wegen alkoholisierten Fahrens, falls es schon früher eine Alkoholfahrt gab. Daneben sind Fahrten unter Drogen, eine drohende Fahrerlaubnisentziehung wegen 8 Punkten o.ä. Anlass für eine frühzeitige Klärung.

Hände weg bei Erfolgsgarantie!

Auf dem Markt gibt es viele Anbieter für eine MPU Vorbereitung, die ihr Geld nicht wert sind. Die dabei oft versprochene schnelle Lösung oder gar eine Erfolgsgarantie gibt es nicht. Es gibt aber kostenlose Informationsveranstaltungen seriöser Institutionen, die einen Überblick über die unterschiedlichen Kurse und Hilfsangebote vermitteln. So verschieden die Probleme sind, die zum Verlust des Führerscheins führen, so unterschiedlich sind auch die Möglichkeiten, diese Eignungsmängel zu heilen. Eine Patentlösung existiert nicht. Jeder muss seinen eigenen Weg finden und beschreiten. Lassen dich dabei nicht drängen, aber entscheide zeitnah, um keine wertvolle Zeit zu verlieren.

Die Entscheidung, ob der Betroffene einen Kurs in der Gruppe oder eine Einzelmaßnahme bei einem Verkehrspsychologen macht, hängt nicht nur von der Persönlichkeit und dem zugrunde liegenden Problem ab, sondern auch von den finanziellen Möglichkeiten. Eine fundierte Vorbereitung ist nicht billig. Die Kosten lohnen sich aber. Das sofortige Bestehen nach qualifizierter Vorbereitung ist billiger als viele Fehlversuche.

Erste Einschätzung durch Verkehrspsychologen

Eine erste Beratung beim Verkehrspsychologen ist in jedem Fall ratsam. Dort werden die Weichen für eine erfolgreiche Begutachtung gestellt. Fachpsychologen für Verkehrspsychologie, die in besonderer Weise für Eignungsbeurteilungen qualifiziert sind und anerkannte verkehrspsychologische Berater bieten Gespräche an.

Wer den Psychologen seines Vertrauens gefunden hat, muss wissen, dass dieser nicht begutachten darf. Bei der späteren MPU ist ein anderer Experte zu überzeugen. Die Vorbereitung auf die MPU muss – so sieht es das Gesetz vor – „in anderen Händen“ liegen als die Begutachtung. Diese Trennung soll Unabhängigkeit gewährleisten und Interessenkonflikte vermeiden. Außerdem darf die MPU nur von akkreditierten Institutionen durchgeführt werden. Andere Begutachtungen werden nicht anerkannt.

Erste Schritte – Möglichkeiten zur Vorbereitung

Wir geben keine speziellen Empfehlungen für einzelne Kurse oder bestimmte Institutionen oder Anbieter. Letztlich ist die Wahl der Vorbereitungsalternative eine Frage der persönlichen Flexibilität, des regionalen Angebots, individueller Neigungen und leider oft auch der anfallenden Kosten.

Empfohlene Bücher sind dabei aber die ersten kostengünstigen Schritte.

Informationsabende

Einen guten Einstieg findet man bei den kostenlosen Informationsabenden der anerkannten Beratungsstellen. Man sollte durchaus zu verschiedenen Anbietern gehen, um unterschiedliche Darstellungen zu hören. Die Institutionen wollen bei diesen Veranstaltungen sicherlich auch ihr Unternehmen vorstellen und natürlich auch Kunden für Kurse gewinnen. Dennoch geben sie einen ersten Überblick und viele hilfreiche Informationen rund um die MPU.

Beispielsweise der TÜV – SÜD oder auch die DEKRA bieten solche Kurse oft kostenlos an. Hier findest du aber alle Veranstalter für MPU Begutachtungsstellen in Deutschland! (auch in deiner Nähe)

Gespräche beim Psychologen

Das kostenpflichtige Einzelberatungsgespräch beim Psychologen sollte sinnvoller Weise als nächster Schritt folgen. Dieser macht sich ein erstes Bild von der persönlichen Geschichte. Das etwa einstündige Einzelberatungsgespräch beim Psychologen kostet ca. 100,– €.

Die individuelle Vorbereitung kann dann anhand von Einzelsitzungen beim Psychologen oder in Gruppenkursen erfolgen. Während Kurse den Erfahrungsaustausch und die Diskussion mit anderen Betroffenen ermöglichen, wird bei der Einzelberatung intensiv auf den Einzelnen eingegangen. Beides hat Vorteile. Für eine individuelle Betreuung beim Psychologen muss bei 10 Sitzungen mit ca. 1.000,– € gerechnet werden. Wie viele Stunden ratsam sind ist einzelfallabhängig.

MPU Vorbereitung - Gruppensitzungen

Gruppenkurse

Die Gruppenkurse variieren in Zusammensetzung und Dauer. Kursangebote gibt es für unterschiedliche Problematiken wie Alkohol, Drogen oder Punkte. Es gibt Kurse mit einem festen Teilnehmerkreis über eine bestimmte Dauer und fortlaufende Kursen, in die jederzeit eingestiegen werden kann. Zum Teil wird auch ein sog. Grund- oder Basisprogramm angeboten, dass mit Aufbau- oder Intensivprogrammen (je nach Auffälligkeit unterschiedlich) kombinierbar ist.

Welcher Kurs der richtige ist, richtet sich nach den persönlichen Umständen des Betroffenen. Für einen Kurs mit 18 Sitzungen müssen etwa 500,– € bis 600,– € gerechnet werden.

Wenn die Fahrerlaubnis entzogen wurde!

Wenn die Fahrerlaubnis schon entzogen ist, kann es sinnvoll sein, einen Kurs auszuwählen, durch den auch die Sperrzeit verkürzt werden kann. Dabei gibt es je nach Bundesland erhebliche Unterschiede; nicht jede Maßnahme wird anerkannt. Über die regionalen Unterschiede kann aber dein (RA) Rechtsanwalt informieren. Im Einzelfall ist eine Reduzierung um bis zu 3 Monate möglich.

Besondere Kurse gibt es außerdem für Personen, bei denen ein Gutachter schon durch eine MPU festgestellt hat, dass trotz Verhaltensänderung noch Eignungsmängel bestehen, die durch eine Kursteilnahme behoben werden können. In diesen Fällen wird die Teilnahme an einem Kurs zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung empfohlen. Es handelt sich dabei um eine Art Nachschulung.

Anlässe zur Untersuchung

Meist liegt der Anordnung einer Eignungsuntersuchung ein Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis zugrunde. Der Antrag sollte etwa 3 Monate vor Ablauf der vom Gericht festgesetzten Sperrfrist gestellt werden, damit bei Fristende und dem Vorliegen des positiven Gutachtens die Antragsbewilligung erfolgt.

Denkbar ist aber auch, als Inhaber eines Führerscheines zur MPU aufgefordert zu werden. Dafür müssen der Behörde konkrete Anhaltspunkte für Eignungsmängel vorliegen. Dieses kann z.B. eine Auffälligkeiten im Rahmen einer Verkehrskontrolle oder auch das Erreichen von 8 Punkten im Fahreignungsregister sein. Auch eine Fahrt mit 1,6 ‰ oder mehr mit dem Fahrrad führt später zur MPU-Anordnung für den Radfahrer, der Inhaber einer Fahrerlaubnis ist.

Wenn die Fahreignungsbehörde Zweifel an der Fahreignung eines Verkehrsteilnehmers hat, ordnet sie eine MPU zur Abklärung an.

Die häufigsten Fälle, die zur Anordnung einer MPU führen sind:

  • Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss mit mehr als 1,6‰

  • Wiederholte Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss

  • Verkehrsteilnahme unter Drogeneinfluss

  • Besitz oder Konsum illegaler Drogen

  • Erreichen oder Überschreiten von 8 Punkten im Fahreignungsregister

  • Erhebliche Straftat im Straßenverkehr oder mit Aggressionspotential

  • Geistige oder körperliche Mängel

In allen Fällen der MPU-Anordnung muss der Proband für eine positive Begutachtung sein Problem oder die Ursache seiner Auffälligkeit und wie es dazu kam erkannt haben. Er muss sein Verhalten angemessen und ausreichend geändert sowie eine stabile Verhaltensänderung zur Reduzierung des Rückfallrisikos erreicht haben. Davon muss auch der Gutachter überzeugt werden.

Gegen die Anordnung der Führerscheinstelle zur Vorlage eines Gutachtens gibt es keine Rechtsmittel. Erst wenn die beantragte Neuerteilung verweigert wird oder die Entziehung der Fahrerlaubnis erfolgt, können Rechtsmittel im Verwaltungsverfahren eingelegt werden. Ob Erfolgsaussichten bestehen, sollte unbedingt mit deinem (RA) Rechtsanwalt erörtert werden.

Alkoholauffälligkeit

Bei einer Verkehrsteilnahme mit einem Fahrzeug wird ab einer Blutalkoholkonzentration (BAK) von 1,6‰ die Führerscheinstelle in jedem Fall eine MPU verlangen. Dieser Grenzwert gilt also auch für Radfahrer. Auch bei geringeren Werten kann die MPU angeordnet werden, wenn es sich um eine wiederholte Alkoholfahrt handelt oder besondere Umstände vorliegen (z. B. keine Ausfallerscheinungen trotz hoher BAK oder hohe Alkoholisierung am Vormittag).

Mehrere Jahre wurde in einigen Bundesländern bei jeder strafrechtlichen Entziehung der Fahrerlaubnis ab einer BAK von 1,1 ‰ im Wiedererteilungsverfahren zwingend eine MPU angeordnet. Im April 2017 hat das Bundesverwaltungsgericht jedoch klargestellt, dass der Grenzwert bei einer einmaligen Trunkenheitsfahrt bei 1,6 Promille liegt. Nur wenn neben der strafrechtlichen Entziehung Zusatztatsachen vorliegen, die die Annahme von künftigem Alkoholmissbrauch begründen, ist bei einer BAK von weniger als 1,6 Promille die MPU-Anordnung im Einzelfall zulässig. Eine anwaltliche Beratung ist bei einem Entzug der Fahrerlaubnis immer empfehlenswert.

MPU Vorbereitung - Cannabis

Einschätzung durch Verkehrspsychologen

Um die Vorbereitung auf eine MPU überhaupt sinnvoll planen zu können, bedarf es in jedem Fall der Einschätzung durch einen Verkehrspsychologen. Nur so kann für den Einzelfall eine Aussage dahingehend getroffen werden, ob ein Fall des Alkoholmissbrauchs oder der Alkoholabhängigkeit vorliegt. Diese Einschätzung bestimmt, ob für das Bestehen der MPU u. a. kontrolliertes Trinken ausreicht oder sog. Abstinenznachweise vorzulegen sind. Kann ein notwendiger Abstinenznachweis nicht vorgelegt werden, führt das automatisch zum Nichtbestehen der MPU. Aber der Nachweis allein sichert kein positives Gutachten, hinzukommen muss immer eine Aufarbeitung der eigenen Geschichte und eine für den Gutachter erkennbare stabile und dauerhafte Verhaltensänderung.

Alkoholmissbrauch

Alkoholmissbrauch schließt die Fahreignung aus, wenn der Verkehrsteilnehmer nicht über das erforderliche Trennungsvermögen zwischen Alkoholkonsum und Fahren verfügt. Wer trotz hoher BAK, aber ohne sichtbare Zeichen einer Alkoholisierung, oder wiederholt alkoholisiert fährt oder wer die Kontrolle über seinen Alkoholkonsum verloren hat, ist nicht zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet.

Alkoholabhängigkeit

Ob eine Alkoholabhängigkeit anzunehmen ist, hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Sehr hohe Promillewerte, Entzugserscheinungen oder ein Weitertrinken trotz erkannter Schädigung können einschlägige Indizien sein. In diesem Zusammenhang werden regelmäßig die Leberwerte bestimmt. Sehr hohe Leberwerte sind zwar ein deutlicher Hinweis für erhöhten Alkoholgenuss, aber kein Beweis. Auch andere medizinische Faktoren können die Werte beeinflussen. Genauso sind niedrige Leberwerte kein Entlastungsbeweis. Regelmäßig durchgeführte Leberbefundkontrollen sind trotzdem zum Nachweis der Abstinenz ratsam.

Abstinenzprogramm

Wichtiger ist jedoch die Bestimmung des sog. EtG-Wertes mittels einer mehrmaligen Haar- oder Urinanalyse. Es handelt sich hierbei um ein spezifisches Abbauprodukt von Alkohol. Dieser Wert wird im Rahmen eines anerkannten Abstinenzprogrammes geprüft. In den Fällen von Alkoholmissbrauch sieht das Programm 4 Untersuchungen innerhalb von 6 Monaten vor. Bitte beachte, dass die geforderten Abstinenzbelege in einem Gutachten nur dann sicher anerkannt werden, wenn sie in einem offiziell akkreditierten Labor gewonnen wurden. Der Untersuchungstermin wird erst kurz vorher bekannt gegeben.

Wird eine frühere Abhängigkeit diagnostiziert, kann die MPU nur dann bestanden werden, wenn der Proband nun „trocken“ ist. Dies setzt zwingend eine erfolgreich abgeschlossene Entwöhnungsbehandlung oder Therapie sowie den Nachweis einer mindestens einjährigen Abstinenz mittels 6 Untersuchungen innerhalb von 12 Monaten voraus. Weiteres zum MPU Abstunenznachweis findest du hier!

Wichtig ist es in diesen Fällen, sich nicht zu früh zur MPU anzumelden. Selbst wenn die juristische Sperrzeit kürzer ist, muss die Jahresfrist der Abstinenz beachtet werden! Auch die beste Argumentation für eine Verhaltensänderung reicht sonst nicht. Hintergrund ist die hohe Rückfälligkeit in alte Verhaltensmuster bei Personen, die noch kein Jahr abstinent waren.

Zu beachten ist auch, dass ein zu langer Wartezeitraum zwischen Beendigung des MPU Abstinenzprogramms und der MPU-Begutachtung in der Praxis zu einem negativen Gutachten führt.

Drogenauffälligkeit und sonstige MPU Anlässe

Die Einnahme von illegalen Drogen gemäß Betäubungsmittelgesetz führt grundsätzlich dazu, dass die Fahreignung abgesprochen wird. Dazu ist es nicht nötig, dass der Drogenkonsum im Zusammenhang mit der Teilnahme am Straßenverkehr stand.

Cannabis

Besonderheiten gibt es nur bei Cannabis, wo das Konsumverhalten aus schlaggebend ist. Bei regelmäßiger Einnahme entfällt stets die Fahreignung. Ein gelegentlicher Konsum führt nur dann zu Eignungszweifeln, wenn weitere Umstände hinzutreten wie z.B. die Teilnahme am Straßenverkehr. Die Konsumgewohnheiten werden durch das Abbauprodukt THC-COOH ermittelt. Auskunft über die konkreten Abbaubestandteile kann ein Facharzt geben.

Nachweis der Drogenfreiheit

Der Nachweis der Drogenfreiheit kann entweder durch die Teilnahme an einem Drogenkontrollprogramm oder durch eine Haaranalyse erfolgen. Um sicher zu sein, dass die Nachweise der Drogenfreiheit im Gutachten auch anerkannt werden, müssen die Proben in akkreditierten Laboren entnommen und analysiert werden. Betroffene sollten sich rechtzeitig vor der MPU erkundigen, ob mittels Haaranalyse die Drogenfreiheit für die Vergangenheit belegt werden kann, da dies nicht bei allen Substanzen möglich ist.

Wer illegale Drogen konsumiert hat, wird innerhalb von 12 Monaten 6 Mal kurzfristig zur Urinabgabe einbestellt. Bei gelegentlichem Cannabiskonsum genügt der Nachweis der Drogenabstinenz für die letzten 6 Monate. Eine Haaranalyse setzt voraus, dass eine ausreichende Haarlänge besteht, d. h. 1 cm für den Nachweis einer einmonatigen Drogenfreiheit. Es werden daher 2 Strähnen in Bleistiftdichte von 3 cm Länge als 3-Monats-Probe verlangt.

Drogenabhängigkeit

Bei Drogenabhängigkeit ist bei der MPU die Drogenfreiheit und die stabilisierte Verhaltensänderung (mittels Abstinenznachweis) zu belegen.

Die Dauer des Abstinenzbeleges bei Drogenabhängigkeit beträgt nach Abschluss einer stationären oder ambulanten Entwöhnung ein Jahr. Sollte eine längere Abstinenz vor einer Therapie bestanden haben, so beträgt die Gesamtdauer der Abstinenz in der Regel nennenswert länger als ein Jahr. Betroffene sollten sich daher rechtzeitig darüber informieren, wie lange in ihrem Fall der Abstinenznachweis geführt werden muss.

Sonstige Begutachtungsanlässe

Bei anderen Anlässen kommt es auf den konkreten Grund für die Anordnung der MPU an. Welche Voraussetzungen für eine positive MPU zu erfüllen sind, variiert hier je nach Begutachtungsanlass. Anknüpfungspunkt ist aber immer die eigene Persönlichkeitsstruktur. Es kann daher auch sein, dass neben der Drogenabstinenz zusätzlich eine Alkoholabstinenz verlangt wird.

Praxistipp

Es ist wichtig darauf zu achten, dass das Ende des mittels Drogenabstinenzprogrammes nachgewiesenen Zeitraums erst kurz vor dem MPU-Termin endet!

Auffälligkeiten im Straßenverkehr

Bei Auffälligkeiten im Straßenverkehr ist eine Ursachenforschung und Prognose für die Zukunft zu treffen. Bei Straftaten mit Anhaltspunkten für ein hohes Aggressionsverhalten wird geklärt, ob sich der Betroffene in Zukunft emotional kontrollieren kann. Eine Verhaltens- und Einstellungsänderung ist auch hier überzeugend darzulegen.

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